Ingrid Zurkinden


Was macht Menschen glücklich? – Gute Beziehungen.


Wann fühlen sich Menschen wohl? – Wenn sie vom Gegenüber angenommen werden, wenn man so sein darf wie man ist.

Viele Studien der Glücksforschung kommen auf dasselbe Resultat: Ob sich Menschen glücklich fühlen, hängt wesentlich von ihren Beziehungen ab. Der Umkehrschluss scheint bei vielen Menschen ebenfalls zuzutreffen. Nehmen wir das Beispiel Burnout. Nebst den bekannten Ursachen wie zu viel Arbeit, Selbstüberforderung oder starker Wunsch nach Anerkennung sind auch belastende Beziehungen ein wichtiger, aber unterschätzter Faktor.


Beziehungen entstehen nicht einfach so. Sie entstehen durch Dialog, der aktiv gestaltet wird. Wenn wir unter dem Begriff Dialog ein Gespräch zwischen zwei Personen verstehen, sollten wir insbesondere dem Wort «zwischen» eine besondere Bedeutung einräumen. Die wichtigste Voraussetzung nämlich, dass ein Dialog gelingt, ist das Gleichgewicht zwischen dem «ich», «du» und dem «wir». Das gilt für alle Beziehungen, in allen Lebensbereichen.


Ein weiteres Element für einen positiven Dialog ist das Gleichgewicht zwischen dem Nehmen und Geben. Darunter versteht man einen Austausch auf der Beziehungsebene. Wenn Menschen das Gefühl haben, sie gäben nur, sie kämen zu kurz oder würden nicht beachtet, ist das ein empfundenes Ungleichgewicht, welches zu einem Unglücksempfinden und in einigen Fällen sogar zu gesundheitlichen Problemen führt.


Das Fundament für das Gleichgewicht von Geben und Nehmen ist die eigene Identität. Wer sich nur über andere definiert, brennt aus. Wer anderen keinen Raum lässt und das Gefühl hat, er müsste alles selbst tun, gerät ebenfalls aus dem Gleichgewicht.


Wenn reden nichts bringt, weil das Gleichgewicht gestört ist, holen Sie Hilfe… rechtzeitig. Egal ob Sie selbst betroffen sind oder beobachten. Wir unterstützen Sie mit unserem Erfahrungsschatz und zahlreichen Methoden. Wer wieder glücklich sein will, kommt nicht darum herum, den Dialog ins Gleichgewicht zu schaukeln.


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